Ein zu niedrig angesetzter CBR-Wert im Straßenentwurf führt in Kaiserslautern schnell zu Problemen auf der Baustelle. Wenn der Unterbau unter dem Pfalzburger Sandstein oder den verwitterten Buntsandsteinböden nicht korrekt bewertet wird, entstehen später kostspielige Verformungen im Asphalt. Wir führen die CBR-Studie als Kombination aus Proctorversuch und Penetrationstest im eigenen Labor durch. Der Versuch nach DIN EN 13286-47 zeigt, ob der anstehende Boden die geforderte Tragfähigkeit für den Oberbau erreicht. Für die richtige Klassifizierung des Untergrunds ergänzen wir den Test oft mit einer Korngrößenanalyse, um die Verdichtbarkeit und Frostempfindlichkeit nach ZTV E-StB genau einzuordnen. In einer Region mit durchschnittlich 680 mm Jahresniederschlag ist die Wasserdurchlässigkeit des Planums ein kritischer Faktor.
Der CBR-Wert bestimmt die Dicke des gesamten Straßenaufbaus – ein um 5 % unterschätzter Wert kann die Baukosten um bis zu 20 % erhöhen.
Methodik und Umfang
Standortspezifische Faktoren
Auf 233 Metern über NN gelegen, muss Kaiserslautern mit durchschnittlich 45 Frosttagen pro Jahr rechnen. Eine CBR-Studie ohne Berücksichtigung der Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB ist für den hiesigen Straßenentwurf wertlos. Der CBR-Wert allein reicht nicht: erst die Kombination mit der Korngrößenverteilung und dem Ungleichförmigkeitsgrad zeigt, ob der Unterbau kapillar wasserführend ist und bei Frosthebungen Schäden verursacht. Wir legen die Proben vor der Penetration für 96 Stunden in ein Wasserbad, um den ungünstigsten Sättigungszustand zu simulieren. Die Fachkenntnis zeigt, dass schluffige Verwitterungsböden aus dem Oberrotliegenden dabei mehr als 40 % ihrer Tragfähigkeit verlieren. Ein Straßenaufbau, der diesen Abfall nicht einkalkuliert, zeigt nach dem ersten Winter Spurrillen und Netzrisse.
Maßgebliche Normen
DIN EN 13286-47:2021-11, RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdbau), DIN 18127:2012-09 (Proctorversuch), TL SoB-StB 20 (Technische Lieferbedingungen für Böden)
Verwandte Dienstleistungen
CBR-Feldversuch
Direkte Bestimmung des CBR-Wertes in situ mit mobilen Prüfgeräten für schwer zugängliche Baustellen im Pfälzerwald.
Eignungsprüfung Boden
Komplette Prüfung nach TL SoB-StB mit Proctor, CBR, Korngrößenverteilung und Wassergehalt für den qualifizierten Straßenentwurf.
Frostsicherheitsnachweis
Bewertung der Frostempfindlichkeit des Unterbaus nach ZTV E-StB durch CBR-Test nach Wasserlagerung und Analyse der Kornkennzahlen.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was kostet eine CBR-Studie nach DIN EN 13286 in Kaiserslautern?
Eine CBR-Studie (1-Punkt-Test inkl. Proctorversuch) liegt zwischen €160 und €320, abhängig vom Probenumfang und ob eine Vorabsiebung nötig ist. Bei mehreren Proben oder Prüfungen über 22,4 mm Größtkorn steigt der Aufwand.
Wie lange dauert die CBR-Prüfung im Labor?
Die reine Prüfzeit beträgt 4 Tage Wasserlagerung plus 1 Tag für Proctorverdichtung und Penetrationstest. Inklusive Probenvorbereitung und Bericht erhalten Sie die Ergebnisse innerhalb von 5 Werktagen nach Probeneingang.
Welchen CBR-Wert fordert die RStO für eine normale Wohnstraße?
Die RStO 12 fordert auf dem Planum einen Verformungsmodul Ev2 von mindestens 45 MN/m². Das korrespondiert mit einem CBR-Wert von etwa 15 % auf dem Unterbau. Für den Oberbau sind je nach Belastungsklasse Werte zwischen 20 und 30 % CBR notwendig. Wir übersetzen die RStO-Anforderungen in konkrete Zielwerte für Ihren Boden.
Können Sie die Probenahme direkt auf der Baustelle in Kaiserslautern durchführen?
Ja, unsere Techniker entnehmen gestörte Proben nach DIN EN ISO 22475-1 direkt auf Ihrer Baustelle im Stadtgebiet Kaiserslautern. Wir fahren auch die umliegenden Ortschaften wie Otterbach, Weilerbach oder Enkenbach-Alsenborn an. Die Proben werden in verschlossenen Eimern ins Labor transportiert, um den natürlichen Wassergehalt zu bewahren. Mehr Info.
