Ein Neubau im Hangbereich nördlich der Altstadt – der Baugrund besteht aus verwittertem Buntsandstein, durchzogen von Klüften und tonigen Verwitterungslehmen. Vor der Gründung stellt sich immer die gleiche Frage: Wie verhält sich das Wasser im Untergrund? In Kaiserslautern mit seinen heterogenen Schichten ist das keine Routinefrage, sondern entscheidend für die Bemessung von Dränagen, Versickerungsanlagen und Abdichtungen. Der Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc oder Lugeon liefert genau dort belastbare Kennwerte, wo Laborversuche an ihre Grenzen stoßen. Wir setzen diese Verfahren seit Jahren im Pfälzerwald und im Stadtgebiet ein und ergänzen die Ergebnisse bei Bedarf mit einer Korngrößenanalyse aus gestörten Proben, um das vollständige Bild der Durchlässigkeit zu zeichnen.
Die Durchlässigkeit des Baugrunds bestimmen wir in Kaiserslautern nicht aus Tabellen, sondern direkt im Bohrloch – mit Lefranc im Lockergestein und Lugeon im Fels.
Methodik und Umfang
Standortspezifische Faktoren
In Kaiserslautern ist der Buntsandstein der prägende Festgesteinshorizont – ein Kluftgrundwasserleiter mit stark schwankender Durchlässigkeit. Ein einzelner Lugeon-Wert ohne Berücksichtigung der Druckabhängigkeit kann die Gebirgsdurchlässigkeit um Größenordnungen über- oder unterschätzen. Das Houlsby-Kriterium mit fünf Druckstufen ist hier nicht verhandelbar. Im Lockergestein birgt die unerkannte Schichtung von sandigen und tonigen Lagen das Risiko, dass ein Lefranc-Versuch in einer dünnen Sandlinse einen viel zu hohen Durchlässigkeitsbeiwert liefert. Wir begegnen dem durch sorgfältige Schichtansprache und, wenn nötig, stufenweise Prüfung in verschiedenen Tiefen. Ein nicht sachgerecht ausgeführter Versuch führt schnell zu einer fehlerhaften Dimensionierung der Wasserhaltung – mit Bauzeitverzögerungen und Mehrkosten, die vermeidbar sind.
Maßgebliche Normen
DIN EN ISO 22282 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Geohydraulische Versuche, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DWA-A 138 – Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser
Verwandte Dienstleistungen
Lefranc-Versuch im Lockergestein
Ermittlung des Durchlässigkeitsbeiwerts kf in Sanden, Kiesen und Verwitterungsböden. Ausführung als Auffüll- oder Absenkversuch, abgestimmt auf die anstehende Bodenart und die zu erwartende Durchlässigkeit.
Lugeon-Test im Fels
Prüfung der Gebirgsdurchlässigkeit mit fünf Druckstufen nach dem Houlsby-Kriterium. Erfasst sowohl das reine Kluftvolumen als auch druckabhängige Effekte wie Kluftaufweitung oder Auswaschung – essenziell für Felsgründungen.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Mit welchen Kosten muss ich für einen Felddurchlässigkeitsversuch in Kaiserslautern rechnen?
Der Referenzbereich für diese Leistung in Kaiserslautern liegt bei €610 - €1000. Der Endpreis hängt vom Projektumfang ab. Mehr Info.
