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Schürfgrube in Kaiserslautern: Geotechnische Sondierung für den Baugrund

Der Buntsandstein prägt den Untergrund von Kaiserslautern, doch die Verwitterungszonen und Hangschuttdecken in den Tallagen täuschen oft über die tatsächliche Tragfähigkeit hinweg. Eine Schürfgrube (Sondierbohrung) bringt Klarheit, bevor der Bagger anrückt. In den Ausläufern des Pfälzerwalds, wo die Stadt auf rund 49.44° Nord liegt, wechseln sich sandige und tonige Verwitterungsprodukte kleinräumig ab — wer hier ohne direkten Aufschluss gründet, riskiert Setzungsschäden, die sich erst Jahre später zeigen. Unser Team führt die Schürfgrube nach Vorgabe der DIN EN 1997-2 aus, entnimmt gestörte und ungestörte Proben und dokumentiert Schichtgrenzen millimetergenau. Kombiniert mit einem Sondierbohrung SPT entsteht ein lückenloses Baugrundmodell, das Statiker und Bodengutachter gleichermaßen überzeugt.

Eine Schürfgrube zeigt, was der Baggerschlag verbergen würde: die wahre Grenze zwischen Lockergestein und tragfähigem Fels.

Methodik und Umfang

Die DIN 4020 verlangt für jedes Bauvorhaben in Kaiserslautern eine auf die Baugrundklasse abgestimmte Erkundungstiefe. Gerade in den Hanglagen oberhalb der Innenstadt reichen die bindigen Verwitterungslehme oft nur zwei Meter tief, bevor der anstehende Fels beginnt — eine Schürfgrube deckt diesen Übergang zuverlässig auf. Sie erlaubt die Begutachtung von Korngefüge, Wasseraustritten und Trennflächen mit bloßem Auge, was kein indirektes Verfahren leisten kann. Bei Verdacht auf Auffüllungen oder anthropogene Einlagerungen, etwa auf ehemaligen Militärflächen, schafft der Aufschluss Gewissheit und liefert Probenmaterial für die Korngrößenanalyse im akkreditierten Labor.
  • Aufschlusstiefe je nach Anforderung zwischen 1,5 und 4,0 Metern
  • Profilaufnahme nach DIN EN ISO 14688 mit farbkodierter Schichtansprache
  • Entnahme von Sonderproben für chemische Analytik bei Altlastenverdacht
  • Dokumentation von Klüftung und Verwitterungsgrad im Fels
Schürfgrube in Kaiserslautern: Geotechnische Sondierung für den Baugrund

Standortspezifische Faktoren

Ein häufiger Fehler bei Bauvorhaben im Stadtgebiet Kaiserslautern ist die Annahme, der Boden verhalte sich homogen, nur weil die Baugrube auf den ersten Blick gleichmäßig aussieht. Gerade an den Hängen zur Lauter hin lagern oft mehrere Meter mächtige, erosionsbedingt eingeschwemmte Schichten, die bei Wasserzutritt ihre Konsistenz schlagartig verlieren. Ohne Schürfgrube bleibt diese Wechsellagerung unsichtbar, bis der erste Riss im Fundament auftritt. Auch die Verwechslung von angewittertem Felszersatz mit tragfähigem Felshorizont ist ein Klassiker: Was wie Fels aussieht, zerfällt unter Last zu Grus und führt zu ungleichmäßigen Setzungen. Ein direkter Aufschluss mit fachgerechter Ansprache verhindert diese kostspieligen Fehleinschätzungen.

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Maßgebliche Normen

DIN EN 1997-2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 14688: Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, DIN 4023: Baugrund- und Wasserbohrungen - Zeichnerische Darstellung der Ergebnisse, DIN EN ISO 17892: Geotechnische Erkundung und Untersuchung - Laborversuche

Verwandte Dienstleistungen

01

Schürfgrube mit Laborprogramm

Direkter Bodenaufschluss inklusive gestörter und ungestörter Probenahme. Im Anschluss bestimmen wir Korngrößenverteilung, Konsistenzgrenzen und Wassergehalt nach DIN EN ISO 17892. Geeignet für Einfamilienhäuser, Gewerbebauten und die Überprüfung von Auffüllungen.

02

Schürfgrube mit Rammsondierung (DPH)

Kombination aus Schürfgrube und schwerer Rammsondierung zur Ermittlung der Lagerungsdichte in Tiefen unterhalb der Aufschlussohle. Ideal, wenn der Felshorizont tiefer liegt als die maximale Schürftiefe und die Zwischenschicht bewertet werden muss.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Aufschlusstiefe4,0 m
VerfahrenDIN EN 1997-2
Probennahmegestört / ungestört (Kernbohrung)
Mindestabmessung0,8 m x 1,2 m
DokumentationSchichtenverzeichnis nach DIN 4023
LaborprüfungDIN EN ISO 17892
Dauer Regelausführung1 bis 2 Tage vor Ort

Häufige Fragen

Wann ist eine Schürfgrube in Kaiserslautern sinnvoll?

Immer dann, wenn der Bodenaufbau visuell beurteilt werden muss. In den Hanglagen der Stadt mit wechselnden Verwitterungszonen liefert sie mehr Information als eine reine Sondierung per Sonde. Auch bei Altlastenverdacht oder unklaren Auffüllungssituationen ist sie das Mittel der Wahl.

Wie tief graben Sie die Schürfgrube aus?

Die Regelausführung geht bis 3,0 m Tiefe, bei Bedarf und ausreichender Standsicherheit der Grubenwand bis maximal 4,0 m. Die Tiefe richtet sich nach dem Baugrund und der geplanten Gründungssohle.

Was kostet eine Schürfgrube in Kaiserslautern?

Der Preis liegt je nach Tiefe, Probenumfang und Laborprogramm zwischen €440 und €830. Eine verbindliche Angabe erhalten Sie nach Klärung der örtlichen Zugänglichkeit und des gewünschten Untersuchungsumfangs.

Benötige ich eine Genehmigung für die Schürfgrube?

Auf Privatgrund mit Zustimmung des Eigentümers in der Regel nicht. Im öffentlichen Straßenraum ist ein Aufbruchschein bei der Stadt Kaiserslautern zu beantragen. Wir kümmern uns um die erforderlichen Formalitäten.

Wie lange bleibt die Schürfgrube offen?

Die Arbeiten vor Ort dauern ein bis zwei Tage. Nach Abschluss der Probenahme und Dokumentation wird die Grube umgehend fachgerecht verfüllt und verdichtet, sodass die Fläche wieder genutzt werden kann. Mehr Info.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Kaiserslautern und Umgebung.

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