Der Untergrund in Kaiserslautern ist geprägt von den Verwitterungsprodukten des unteren Buntsandsteins, der im Pfälzerwald großflächig ansteht. Was auf den ersten Blick nach tragfähigem Fels aussieht, entpuppt sich im Baualltag oft als heterogenes Gemisch aus sandig-kiesigen Lagen und schluffigen Einschaltungen, deren Verdichtbarkeit stark schwankt. Genau hier setzt die Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren an. Wir ermitteln direkt auf Ihrer Baustelle, ob die geforderten Trockendichten unter der Rüttelplatte oder Walze tatsächlich erreicht wurden. Ergänzend zum Sandkegelversuch klären wir mit einer Korngrößenanalyse die Kornverteilung des eingebauten Materials, weil ohne diese Referenz die Verdichtungskontrolle im Gelände nur die halbe Wahrheit liefert. In unserer täglichen Arbeit zwischen Einsiedlerhof und Morlautern sehen wir immer wieder, dass die lokalen Bodenverhältnisse eine sorgfältigere Kontrolle erfordern als Standardtabellen vermuten lassen.
Ein Sandkegelversuch dokumentiert nicht nur einen Messwert – er sichert den Nachweis, dass Ihr Erdplanum den Anforderungen der ZTV E-StB standhält.
Methodik und Umfang
Standortspezifische Faktoren
Die ZTV E-StB 17 fordert für Erdbaumaßnahmen im Straßen- und Wegebau einen Verdichtungsgrad DPr von mindestens 97 % auf dem Planum. In Kaiserslautern wird diese Anforderung durch die unregelmäßige Verwitterungstiefe des Buntsandsteins besonders relevant: Trifft der Bagger in geringer Tiefe auf anstehenden Fels, entstehen oft unerkannte Übergangszonen mit stark wechselnder Lagerungsdichte. Wird hier nicht punktuell mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 geprüft, riskieren Sie Setzungsdifferenzen, die später durch die gebundene Tragschicht durchschlagen. Unsere Fachkenntnis aus mehreren Bauvorhaben entlang der B37 zeigt, dass die kritischen Stellen fast immer in diesen Übergangsbereichen liegen. Ein Prüfbericht, der die Einhaltung des Verdichtungsgrads lückenlos dokumentiert, schützt Sie vor Gewährleistungsstreitigkeiten und gibt dem Bauherrn die Sicherheit, die ein Bauvorhaben in einer geologisch bewegten Stadt wie Kaiserslautern verdient.
Maßgebliche Normen
DIN 18125-2:2020 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche, Sandkegelverfahren, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds
Verwandte Dienstleistungen
Verdichtungskontrolle mit Sandkegel
Klassische Dichtebestimmung nach DIN 18125-2 direkt auf dem Planum. Inklusive Kalibrierung des Prüfsandes, Massenbestimmung vor Ort und Berechnung des Verdichtungsgrads DPr bezogen auf die Proctordichte.
Prüfrasterplanung nach ZTV E
Wir legen die Prüfpunkte nicht willkürlich fest, sondern nach einem risikobasierten Raster, das Homogenbereiche und geologische Auffälligkeiten Ihrer Fläche in Kaiserslautern berücksichtigt.
Kombinierte Bodenansprache
Parallel zur Dichtemessung führen wir eine manuelle Bodenansprache durch, um organoleptische Auffälligkeiten oder Fremdbeimengungen zu erkennen, die den Verdichtungserfolg beeinträchtigen könnten.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel in Kaiserslautern?
Für eine einzelne Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren inklusive Anfahrt, Kalibrierung und Prüfbericht bewegen sich die Kosten in Kaiserslautern üblicherweise zwischen 90 und 110 Euro. Bei mehreren Prüfpunkten auf derselben Baustelle reduzieren sich die Kosten pro Punkt spürbar, weil Rüstzeit und Anfahrt nur einmal anfallen.
Ab wie vielen Quadratmetern ist ein Sandkegelversuch vorgeschrieben?
Die ZTV E-StB 17 sieht abhängig vom Homogenbereich und der Bauweise Prüfungen in Abständen von 20 bis 50 Metern vor. Entscheidend ist nicht die reine Flächengröße, sondern der Nachweis, dass jeder Verdichtungsabschnitt repräsentativ beprobt wurde. Bei kleinflächigen Baumaßnahmen unter 500 Quadratmetern genügen oft drei Messungen, sofern die Bodenverhältnisse gleichbleibend sind.
Welche Norm gilt für den Sandkegelversuch in Deutschland?
Die maßgebende Norm ist die DIN 18125-2:2020, ergänzt durch die Anforderungen der ZTV E-StB 17. Diese Norm legt das Verfahren, die Kalibrierung des Sandes und die Berechnung der Trockendichte fest. Unser Prüflabor arbeitet nach diesen Vorgaben und stellt Ihnen einen richtlinienkonformen Prüfbericht aus.
Kann der Sandkegelversuch auch bei Regen durchgeführt werden?
Starker Regen verfälscht das Ergebnis, weil der Prüfsand verklumpt und der Wassergehalt der Probe nicht mehr repräsentativ ist. Bei leichtem Nieselregen können wir mit einem mobilen Schutz arbeiten, aber sobald das Planum aufgeweicht ist, muss die Prüfung verschoben werden. Wir stimmen den Prüftermin eng mit Ihrer Bauleitung ab, um wetterbedingte Ausfälle zu minimieren. Mehr Info.
